Ein Käfig voller Helden

Ein Käfig voller Helden (Originaltitel: Hogan’s Heroes) ist eine amerikanische Sitcom, die in einem deutschen Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs spielt. Produziert wurde die Serie von Bing Crosby Productions unter dem Dach der Desilu Studios (zuletzt Paramount Television) für das Fernseh-Network CBS. Insgesamt besteht die Serie, die ursprünglich von 1965 bis 1971 lief, aus 168 Folgen à 25 Minuten.

Die Serie spielt in dem fiktiven deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag 13, das sich in der Nähe des Ortes Hammelburg befindet. Im Lager der Luftwaffe werden die Gefangenen der westlichen alliierten Streitkräfte, also vornehmlich US-amerikanische, britische und französische Soldaten, festgehalten.

Unter Ausnutzung der karikaturhaften Einfältigkeit ihrer Bewacher dient das Lager den Gefangenen als eigene Basis, von der aus sie zahlreiche Sabotageakte durchführen und so die Kriegsanstrengungen der Alliierten auf jede erdenkliche Art unterstützen.

Entwickelt wurde die Serie von Bernard Fein und Albert S. Ruddy, welche auch das Drehbuch für die Pilotfolge schrieben, die noch in Schwarzweiß gedreht wurde. Produziert wurde sie von Edward H. Feldman für die Firma Bing Crosby Productions in Zusammenarbeit mit Bob Crane Enterprises Inc. und dem CBS Television Network. Gedreht wurde die Serie von der Firma Cinema General Studios auf einem Farbfilm von Deluxe.

Als Inspirationsquelle für die Autoren wurde häufig der Film Stalag 17 von Billy Wilder genannt. Die Produzenten des Films verklagten die Macher von Ein Käfig voller Helden immerhin, da sie darin ein Plagiat sahen. Die Klage hatte jedoch keinen Erfolg. Zudem ist bekannt geworden, dass Fein und Ruddy die Serie ursprünglich in einem amerikanischen Sicherheitsgefängnis spielen lassen wollten, dafür aber keine Geldgeber fanden. Stattdessen wurde die Handlung in ein Kriegsgefangenenlager verlegt, wofür ein Gerücht über die zur gleichen Zeit in Planung befindliche Serie Campo 44 ausschlaggebend gewesen sein soll, die in einem solchen Lager spielen sollte. Der Pilotfilm von Campo 44 gelangte erst später zur Ausstrahlung; ihm folgte keine Serie. Campo 44 wurde daher irrtümlich für eine Kopie von Hogan’s Heroes gehalten.

Nach der sechsten Staffel wurde die Serie eingestellt, denn Bob Crane tat sich schwer mit seinem Erfolg. Seine Gehaltsforderungen stiegen ins Unermessliche, während er immer öfter mit Frauengeschichten und Alkoholexzessen für negative Schlagzeilen sorgte. Bei CBS wurde zudem ein neuer Programmchef eingesetzt, in dessen Konzept für die Serie kein Platz mehr war.

Werner Klemperer erhielt für seine Rolle als Oberst Klink 1968 und 1969 jeweils einen Emmy. Bei einer im Jahr 2002 von der Fernsehzeitschrift TV Guide erstellten „Liste der schlechtesten TV-Shows aller Zeiten“ landete Ein Käfig voller Helden auf Platz 5.

In Deutschland lief die Serie erstmals 1992 unter dem Titel Stacheldraht und Fersengeld auf Sat.1, fand jedoch bei ihrer späten sonntäglichen Ausstrahlung wenig Anklang und wurde nach 24 Folgen wieder abgesetzt. Da jedoch bereits alle 168 Folgen eingekauft waren, entschloss sich die Kirch-Gruppe als Inhaberin der Ausstrahlungsrechte zu einer neuen Synchronisation unter der Leitung von Rainer Brandt. Dieser hatte bereits bei Die 2 und anderen Serien durch den Einbau von Schnodderdeutsch mehr auf Klamauk gesetzt und ihnen so in Deutschland zum Erfolg verholfen. In dieser Fassung, die ab 1994 unter dem neuen Titel Ein Käfig voller Helden werktags bei Kabel 1 lief, wurde die Serie schließlich ein Erfolg.

Neben der freieren Übersetzung, die sich nur grob am Original orientiert, wurde der Unterhaltungswert der Folgen vor allem durch den Einsatz von Dialekten erhöht. Oberst Klink spricht sächsisch, die Gemütlichkeit von Feldwebel Schultz wird mit einem bairischen Dialekt untermalt. Ähnlich ist es mit General Burkhalter, der mit österreichischem Einschlag spricht. Die Darsteller von Schultz und Burkhalter, John Banner und Leon Askin, kamen tatsächlich beide aus Österreich.

Auch bei den „Helden“ werden solche Mittel eingesetzt. LeBeau spricht mit französischem Akzent und der Engländer Newkirk stottert. Letzteres ist eine Erfindung des Übersetzers, da Newkirk im Original ein britisches Englisch ohne Sprachfehler spricht. Die Amerikaner sprechen ein neutrales Standarddeutsch. Die Deutschen tun dies ebenfalls, wenn sie in kleinen Nebenrollen oder als Komparsen auftreten.

Klinks Figur wird in der deutschen Fassung weit sympathischer dargestellt; in der Folge Das verflixte Manöver beispielsweise erwidert er die Aussage, die Kriegsgefangenen seien Abschaum, mit „Das ist kein Pack, das sind Menschen“, was im Original nicht vorkommt. Generell werden Dialoge, in denen er im Original wie ein staatstreuer Deutscher wirkte, oft völlig ausgelassen und ad absurdum geführt. So fängt Klink oft grundlos an zu reimen oder über seine Haushälterin Kalinke zu lästern, und in Telefongesprächen wird sein Hitlergruß meist durch „Ja, Sie mich auch“, „Heil Kräuter!“ oder ähnliches ersetzt.

Frau Kalinke, Oberst Klinks schlesische Putzfrau, die Gegenstand zahlreicher Witze ist, ist ebenfalls eine Kreation der deutschen Fassung und kommt im amerikanischen Original nicht vor. Daher ist sie in keiner Folge zu sehen oder zu hören, obwohl sie allen Akteuren bestens bekannt zu sein scheint. Gegenstand der meist anzüglichen Witze ist, dass sie nicht nur den Haushalt von Oberst Klink führt, sondern auch eine Affäre mit ihm hat.

Auch inhaltlich nimmt sich die deutsche Fassung große Freiheiten. So werden aus den Sabotagezielen, welche im Original meist aus Waffenfabriken, Munitionstransporten und ähnlichem bestehen, im Deutschen kurzerhand Fabriken für Schnaps, „synthetisches Toilettenpapier“ und Fertig-Bratkartoffeln für die Front. Dabei ergeben sich häufig Unstimmigkeiten; so wird in der Folge Mit Pfeil und Bogen ein angeblicher „Transport von nachgemachter Coca-Cola“ in die Luft gesprengt, indem ein brennender Pfeil darauf geschossen wird, was mit dem originalen Ziel, einem Laster voll experimentellem Flugzeugtreibstoff, weit plausibler ist.

Bei der Besetzung der Rollen setzte Rainer Brandt verstärkt auf Synchronsprecher aus dem früheren Ost-Berlin. Neben Thomas Wolff als Colonel Hogan, Joachim Siebenschuh als Oberst Klink und Andrea Kathrin Loewig als Sekretärin Hilda waren noch weitere ehemalige DEFA-Schauspieler in der Serie zu hören, darunter Victor Deiß, Madeleine Lierck, Dieter Wien, Dietmar Richter-Reinick oder Horst Kempe. Thomas Wolff, der mit Alan Alda bereits die Hauptrolle in der ebenfalls von Rainer Brandt bearbeiteten Serie M*A*S*H sprach, führte bei den meisten Folgen von Ein Käfig voller Helden auch Synchronregie. In Gastrollen kamen zudem mehrere bekannte West-Berliner Synchronsprecher zum Einsatz, so z. B. Wolfgang Spier, Edgar Ott, Gerd Duwner, Jürgen Thormann, Lothar Blumhagen, Christian Rode oder Judy Winter. Rainer Brandt als Autor der deutschen Dialogbücher war, im Gegensatz zu anderen seiner Produktionen, in der gesamten Serie nur in einer kleinen Rolle zu hören (als Pierre in der Folge Die tapfere Lockente).

Da die Grundidee der Serie sowie der Schauplatz nur eine beschränkte Anzahl von Plots zulassen, tauchen bestimmte Muster in den Geschichten immer wieder auf. Zudem weicht die Serie schon aus dramaturgischen Gründen in zahlreichen Details von der Realität in einem deutschen Kriegsgefangenenlager ab. Im englischsprachigen Original haben die meisten Deutschen einen unterschiedlich stark ausgeprägten deutschen Akzent und verwenden häufig kurze deutsche Phrasen („Jawohl, Herr Kommandant“, „Der Führer“).

Bestimmte Handlungsmuster finden sich immer wieder in der Serie.

So gehen die nationalsozialistischen Machthaber öfter davon aus, dass ein Kriegsgefangenenlager niemals bombardiert würde. Daher versuchen sie, neue Geheimwaffen, wichtige Gefangene oder Spitzenwissenschaftler dort unterzubringen.

Die Infrastruktur des Lagers wird auch dazu verwendet, Überläufer und Mitglieder des Untergrunds zu retten oder zu unterstützen. So ist das Lager für diese Zwischenstation auf der Flucht oder eine geheime Basis für die Ausführung von Operationen wie die Erlangung geheimer Informationen und die Durchführung von Sabotageakten.

Um die Deutschen im eigenen Sinne handeln zu lassen, verwenden Hogan und seine Männer oft das Bedrohungsszenario einer Versetzung an die Ostfront. Die Vorstellung, ihren gemütlichen Heimatposten im Stalag 13 gegen die harten Bedingungen an der Front tauschen zu müssen, lässt vor allem Klink und Schultz zu halbfreiwilligen Gehilfen von Hogan werden. Aber auch bei Burkhalter und Hochstetter gelingt es Hogan immer wieder, die Ostfront oder ein anderes unangenehmes Szenario so effektiv als real wirkende Bedrohung einzusetzen, dass die beiden unverrichteter Dinge wieder abziehen, obwohl sie wissen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

In vielen Episoden sind hübsche Frauen involviert, die meist Mitglieder der Widerstandsbewegung sind und sich dank Hogans charmanter Art als willkommene Helfer erweisen. Dass es zumindest zu einem flüchtigen Kuss mit Hogan kommt, gehört dabei fast zum Standard.

Bei der Darstellung von Luftangriffen oder „Warenlieferungen“ für die Helden wird immer jeweils die gleiche Originalszene eines Fallschirmabsprunges gezeigt (auch wenn es sich um eine Kiste handelt). Ebenso wird bei Funkkontakt mit dem korrespondierenden U-Boot häufig dieselbe Szene eines vorbeiziehenden U-Bootes eingespielt.

Als Standort des Lagers wird in der Serie eine Stadt namens „Hammelburg“ genannt. Es gab ein Lager ähnlichen Namens, das Stalag XIII C, in der Nähe des unterfränkischen Ortes Hammelburg, doch Parallelen zum in der Serie dargestellten Lager Stalag 13 sind spekulativ. Es wird oft eine Nähe zu Düsseldorf suggeriert – so hängt z. B. eine Karte von Düsseldorf in Klinks Büro. Die geographischen Angaben in zahlreichen Folgen sind jedoch widersprüchlich.

Oberst Klink zeigt in einer Folge die Gegend von Danzig als Standort. In Folge 56 heißt es, dass die Entfernung von Stalag 13 nach Heidelberg 106,75 km beträgt. Düsseldorf und das reale Hammelburg sind jedoch viel weiter von Heidelberg entfernt. Auch die dargestellten Operationen lassen sich nur schwer mit den suggerierten Standorten vereinbaren. Es kommen oft Mitglieder des in Frankreich operierenden Widerstands Résistance vor und flüchtende alliierte Soldaten, die durch Stalag 13 geschleust werden, werden von U-Booten abgeholt. In einer Folge wird die Strecke nach Schweinfurt, das rund 20 km vom realen Hammelburg und rund 270 km von Düsseldorf entfernt liegt, hin und zurück in einer Nacht zu Fuß zurückgelegt.

Es gibt keine Sprachbarriere, d. h. Hogans Männer können sich problemlos als Deutsche ausgeben, was in zahlreichen Folgen Anwendung findet.

Beschriftungen sind zwar oft auf Deutsch, häufig aber auch auf Englisch – selbst dort, wo es unpassend ist, wie zum Beispiel an Klinks Büro (dort steht COL. Klink statt Oberst Klink). Teilweise wurden englische Begriffe auch fehlerhaft ins Deutsche übersetzt. Beispielsweise warnt eine Tafel in Folge 19 der zweiten Staffel mit der fehlerhaften Aufschrift Hoche Sprenggefahr. Die Außenwand einer Baracke ist mit Barracke beschriftet, was vermutlich von den amerikanischen barracks entlehnt ist.

Auch im Deutschen stimmen einige Begriffe nicht mit den gebräuchlichen oder historisch korrekten Bezeichnungen überein. Die Ostfront wird fast durchweg als „Russische Front“ bezeichnet, obwohl dieser Begriff recht ungebräuchlich ist und die Front nur teilweise in Russland lag. Die Ostfront ist in vielen Folgen die Drohkulisse für Klink bzw. Schultz – um eine Versetzung dorthin zu vermeiden, tun die beiden fast alles. Es wird oft von Sibirien als Synonym für die Ostfront gesprochen, obwohl die Wehrmacht niemals bis nach Sibirien vorgedrungen ist. Ebenso stimmen die verwendeten Bezeichnungen für die beiden Weltkriege nicht mit den damals verwendeten überein, da man damals den Ersten Weltkrieg den „Großen Krieg“ oder schlicht den Weltkrieg nannte und der Zweite Weltkrieg der „aktuelle“ Krieg war.

Allgemein entspricht das in der Serie vermittelte Deutschlandbild stark amerikanischen Klischeevorstellungen. So findet sich in fast jedem Ort ein „Hofbräuhaus“, Inventar und Baustil von Häusern sind stets in einem rustikalen bayerischen Ambiente gehalten, und Ortsnamen enden fast immer auf -stadt, -burg oder -hof.

Mittlere Ränge kommen selten vor. Zwar kann ein Kriegsgefangenenlager in der Tat von einem Oberst geleitet werden. Jedoch ist die zweithöchste Person im Lager in der Regel (Haupt-)Feldwebel Schultz, der in der militärischen Hierarchie viel weiter unten steht. Ein Leutnant oder Hauptmann ist offenbar kein Teil des ständigen Personals. Diese Ränge sind höchstens als Teil einer einzelnen Episode vorzufinden. Ebenso auf alliierter Seite: Hogan selbst ist Colonel, was einem deutschen Oberst entspricht. Seine Leute sind aber alle nur Sergeants oder Corporals, also Feldwebel, und damit nicht höher als Schultz, wenn man davon absieht, dass Carter in der ersten Folge ein First Lieutenant (Oberleutnant) war. Auch hier kommen die mittleren Ränge nur gelegentlich als Teile einer Episode vor.

Der Besuch hoher Offiziere kommt sehr häufig vor. General Burkhalter, der für die Kriegsgefangenenlager in der Gegend von Stalag 13 zuständig ist, tritt in insgesamt 67 Folgen auf, also mehr als einem Drittel der ganzen Serie. Sogar Generalfeldmarschälle, von denen es im Zweiten Weltkrieg nur gut 20 gab, plus zwei Großadmiräle, kommen wiederholt vor. Alle diese Nebenfiguren sind fiktiv. Bis auf zwei Telefonate mit Himmler, bei denen dieser weder zu hören noch zu sehen ist, treten keine historischen Persönlichkeiten auf, sondern werden nur je nach Zusammenhang erwähnt.

General Burkhalter ist der Vorgesetzte von Oberst Klink, obwohl er ganz eindeutig eine Uniform des Heeres trägt. Klink ist Angehöriger der Luftwaffe, deswegen müsste Burkhalter ein General der Luftwaffe sein, um laut der Hierarchie der Wehrmacht der Vorgesetzte von Klink zu sein.

Die Leute der SS haben alle reguläre Armeeränge. So trägt der als Major bezeichnete Hochstetter die Uniform eines Standartenführers, was jedoch einem Oberst entspräche. Außerdem tragen die SS-Männer schwarze Uniformen, welche nur die SS-Totenkopfverbände (für KZ und den Holocaust zuständig) und die Leibstandarte SS Adolf Hitler trugen. Die Waffen-SS als Waffenträger neben der Wehrmacht trug schon ab März 1938 feldgraue Uniformen. Auch sonst kommen die SS-typischen Rangbezeichnungen so gut wie nie vor.

Die Begriffe SS und Gestapo werden häufig vermischt. Hochstetter ist einmal bei der SS, mal bei der Gestapo. Diese waren zwar organisatorisch miteinander verwoben, doch kümmern sich die SS und die Gestapo, vertreten durch Hochstetter, in der Serie mitunter um Dinge, die gar nicht in ihre Zuständigkeit fallen (Geheimwaffen, Spionageabwehr, etc.).

Obwohl Schultz beständig als „Feldwebel“ bezeichnet wird, trägt er dennoch die Insignien eines Oberfeldwebels (zwei Sterne auf den Schulterstücken, vier Schwingen am Kragenspiegel). Die beiden dünnen Streifen an jedem Unterärmel der Uniform weisen ihn zudem als Hauptfeldwebel aus, was aber in der Wehrmacht keinen Rang, sondern die Dienststellung eines „Spießes“ bedeutete.

Obwohl Crittendon Engländer ist, wird er beharrlich als „Colonel“ angesprochen. Dies ist insofern falsch, als es in der Royal Air Force diesen Rang nicht gibt. Der vergleichbare Rang – der „Staffelführer“ oder Group Captain – hatte zwar dieselben Befugnisse und stand auf derselben Gehaltsebene, wurde jedoch nie als „Colonel“ bezeichnet. In einer anderen Episode wird allerdings ein Freund von Hogan mit „Group Captain“ angesprochen.

Eine feste Komponente in der Serie ist die Infrastruktur, die den „Helden“ zur Verfügung steht. Hogan hat mit seinen Männern ein umfangreiches Tunnelsystem geschaffen, das in fast jedes Gebäude des Lagers reicht. In der Pilotfolge umfasst dieses unterirdische System sogar weitere Einrichtungen wie eine Gelddruckerei, ein Dampfbad, eine Waffenwerkstatt, eine umfangreiche Kleiderkammer, einen Friseursalon, in dem sogar Maniküre von Klinks eigener Sekretärin angeboten wird. Ein in dieser Folge eingeschleuster deutscher Spion wird aber bei der Behauptung, er habe dies gesehen, für verrückt gehalten, so dass die gezeigten Einrichtungen nur eine Falle gewesen sein können. Nach der Pilotfolge sieht man von den unterirdischen Anlagen praktisch nur noch den Funkraum. Die Zugänge zum System werden aber immer wieder gezeigt. So hat ein Zugang einen automatischen Öffnungsmechanismus, bei dem ein Bett nach oben fährt und der Matratzenrost in eine Luke darunter schwenkt und als Leiter dient. Vier weitere Zugänge befinden sich unter der Hundehütte der Wachhunde, außerhalb des Lagers in einem Baumstumpf, in der Wand der Arrestzelle sowie unter dem Ofen in Klinks Privatwohnung.

Es wird auch bei gründlichen und lang anhaltenden Durchsuchungen der SS selten etwas gefunden. Zwar wird in den Episoden „Das gemeinsame Ziel“ und „Es war einmal ein General“ ein Tunnel entdeckt, was aber folgenlos bleibt.

Weiterhin verfügen die „Helden“ über zahlreiche nützliche Extras. Wenn die „Helden“ in ihrem Funkraum sitzen und nach England funken wollen, müssen sie meist erst ihren Sendemast ausfahren, der sich in der Stange der Hakenkreuzfahne auf dem Dach des Kommandanturgebäudes befindet. In einem Bild in Klinks Büro, auf dem Hitler bei einer Rede zu sehen ist, ist anstelle des Mikrofons im Bild ein echtes Mikrofon eingebaut.

In einigen Folgen hängt auch ein Bild von Heinrich Himmler in Klinks Büro. Einer der „Helden“ steigt dann meist in den Schrank, der im Vorraum bei Klinks Sekretärin Hilda steht, um dann durch die Schrankwand die Augen aus Himmlers Bild entnehmen zu können und somit die Gespräche in Klinks Büro verfolgen zu können.

Die Kommandantur ist von den Baracken nicht durch einen Zaun oder Ähnliches getrennt. Daher kann Hogan jederzeit bei Klink vorbeischauen.

Da die Außenaufnahmen in Kalifornien stattfanden, unterscheidet sich die Vegetation um das Lager deutlich von der Mitteleuropas.

Autos sind häufig Rechtslenker, obwohl sowohl in den USA (dem Produktionsort) als auch in Deutschland Linksverkehr nicht üblich ist. Kaum ein Fahrzeug wurde wirklich in der deutschen Armee verwendet. Folge 147 (Klinks blaue Periode) wartet z. B. mit einem VW Käfer aus den 1960er Jahren auf. Im Vorspann ist ein Mercedes-Benz W 31 zu sehen.

In mehreren Folgen, u. a. in Folge 2 der ersten Staffel (Operation „Tiger“), wird ein schwerer deutscher Kampfpanzer Tiger I durch eine leichte amerikanischen Panzerhaubitze vom Typ M7 Priest dargestellt. Des Öfteren tragen die Wachen amerikanische Thompson-Maschinenpistolen. Deutsche Standardwaffen wie insbesondere die Mauser K98 sind selten zu sehen, Schultz trägt hingegen oft ein norwegisches Krag-Jørgensen-Gewehr. Dagegen wird häufig die MP40 gezeigt, obwohl diese in geringerer Stückzahl produziert wurde und eigentlich mehr an Gruppenführer wie z. B. Unteroffiziere und höhere Ränge ausgegeben wurde. Allerdings ist es historisch insoweit korrekt, dass die Wehrmacht Beutewaffen verwendete und eigene, „moderne“ Waffen nur an vorderster Front einsetzte. Je weiter ein Soldat von der Front entfernt war, desto „schlechter“ wurde die Ausrüstung.

Obwohl die Serie in einem konkreten historischen Umfeld spielt, fehlen konkrete Bezüge zu den realen Ereignissen fast vollständig. In der Pilotfolge wird zu Beginn angezeigt, dass die Handlung im Deutschland des Jahres 1942 spielt. Historisch ist dies insoweit problematisch, da es nennenswerte amerikanische Gefangenenzahlen in deutschen Lagern erst ab 1943 gab, weil die Amerikaner nach dem Kriegseintritt im Dezember 1941 und der sich durch Mobilisierung und Truppenverschickung nach Europa ergebenden Verzögerungen erst ab Ende 1942 Luftangriffe auf dem europäischen Kontinent durchführten, bei denen amerikanische Fliegermannschaften in deutsche Gefangenschaft geraten konnten.

Eine Episode zeigt ein Schild mit dem Jahr 1943. Die Folge „Das große Durcheinander“ (engl. „D-Day at Stalag 13“), bei der es sich um die dritte Folge der dritten Staffel handelt, spielt um die Zeit des D-Day, gibt damit also einen Bezug zum Juni 1944.

Bedeutende Kriegsereignisse werden trotzdem kaum reflektiert. Auch wird die steigende Zahl von Luftangriffen in den letzten Kriegsjahren nicht thematisiert. Die Serie dauerte mit sechs Jahren Laufzeit auch deutlich länger als die drei Jahre, die laut der Zeitangabe in der Pilotfolge bis zum Kriegsende verbleiben würden.

Die Staffeln der Serie lief bei Erstausstrahlung immer von September bis März/April im Fernsehen. Dazu passend kommen allgemeine jahreszeitliche Ereignisse wie Weihnachten vor. Jedoch finden Herbst und Frühling kaum statt. Stattdessen ist die Umgebung fast ständig winterlich mit Schnee und z. B. Eisblumen am Fenster.

Laut Schätzungen des Produzenten Albert S. Ruddy spielte Hogan’s Heroes bis 1993 rund 87 Millionen Dollar ein.

Staffel 1 1965–1966 (32 Episoden)

Staffel 2 1966–1967 (30 Episoden)

Staffel 3 1967–1968 (30 Episoden)

Staffel 4 1968–1969 (26 Episoden)

Staffel 5 1969–1970 (26 Episoden)

Staffel 6 1970–1971 (24 Episoden)

In den USA und in Deutschland sind alle 6 Staffeln auf DVD erschienen; in Deutschland zu folgenden Terminen:

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